Ergänzung zum Dringlichkeitsantrag zum heutigen Haupt- und Finanzausschuss –

Ergänzung zum Dringlichkeitsantrag zum heutigen Haupt- und Finanzausschuss –

bezüglich Drohneneinsatz zur Bergung von Rehkitzen

Sehr geehrte Frau Mielke Westerlage,
sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Zusatzinformationen zu unserem Dringlichkeitsantrag zur Rettung von Wildtieren durch Drohneneinsätze möchten wir Ihnen zukommen lassen. Laut Auskunft des Bürgermeisters und der Umweltbeauftragten der Stadt Radevormwald ist es zunächst wichtig, dass man alle Beteiligten ( Jäger, Landwirte, Hegering, Förster, Naturschützer, Stadtverwaltung) an einen Tisch holt. Zur Zeit sind 2 Drohnen in Radevormwald im Einsatz, die Privatpersonen gehören. Die Landwirte melden der Stadt die geplanten Mäheinsätze und diese setzen dann die Drohnenpiloten ein, bei einer Stundenvergütung von 50 Euro. Der Einsatz pro Tag dauert ca. 2 Stunden und wird 3-4 mal pro Woche durchgeführt und die Stadt geht von einer 4 wöchigen Dauer aus. Die im Einsatz befindlichen Drohnen kosten ca. 4000-6000 Euro.

Benötigt wird ein Pilotenschein und eine Fluggenehmigung. Der Bürgermeister der Stadt Radevormwald erwägt, die Anschaffung eigener Drohnen, um sie an anderen Tagen für Feuerwehr oder Betriebshof ( Ermittlungen Umweltkataster) einzusetzen.

Seitens der UWG/ Freie Wähler haben wir auf unserer Facebookseite einen Aufruf gestartet, ob es auch in unserer Stadt Privatpersonen gibt die über eine Drohne mit Wärmebildkamera verfügen. Bislang hat sich noch niemand gemeldet. Allerdings sind wir auf einen Artikel der WZ vom 20.9.2019 gestoßen, der unter dem Titel „Drohnen verschaffen Feuerwehren Überblick“ veröffentlicht wurde.

Die Feuerwehr in Neuss/ Löschzug Holzheim setzt seit 5 Jahren Drohnen (zum Teil auch mit Wärmebildkamera) bei größeren Einsätzen ein, um die Lageerkundung für den Einsatzleiter zu vereinfachen. Bei Großbränden, Austritte von Schadstoffen in der Luft, Suche von vermissten Personen, Hochwasser oder Unfällen kann man dank Luft- und Wärmebildtechnik schnell  erkennen, wo und welche Mittel eingesetzt werden können. Das schont Ressourcen und macht Einsätze sicherer. Zum Einsatz kommt die Drohne auch bei schweren Autounfällen.

Die Feuerwehr unterstützt mit Luftaufnahmen die Polizei, indem sie den gesamten Unfallort abbilden. Auch in Jüchen und Dormagen gibt es Drohnen. Bezüglich des Luftraums werden bei
Einsätzen ab 50 Metern Höhe Kontakt zur Deutschen Flugsicherung aufgenommen. Laut Michael Bäcker, stellvertretender Löschzugführer in Holzheim, sind 14 Feuerwehrleute
ausgebildete Drohnenpiloten. In der Zukunft werden Drohnen im Feuerwehralltag einen festen Platz einnehmen. Angedacht ist, dass sie vor dem Löschzug zur Einsatzstelle vorausfliegen und
schon vor dem Eintreffen der ersten Kräfte ein Bild zur Einschätzung der Situation vor Ort liefern.

Aufgrund der Berichte der Stadt Radevormwald und der Aussagen der Feuerwehr im Rhein- Kreis Neuss würden wir seitens der UWG/ Freie Wähler anregen, über eine Anschaffung von
Drohnen für den Tierschutz und für die hiesige Feuerwehr nachzudenken. Laut dem Verband der Feuerwehr liegt der Anschaffungswert samt Laptop und weiterem Zubehör bei rund 5000
Euro und liefert Bilder und Videos in 4 K – Auflösung und ist mit einer Wärmebildkamera ausgestattet. Bei dem geplanten Bevölkerungswachstum und anderen geplanten Großanlagen
wäre es sicherlich auch im Interesse der Feuerwehr, weitere Hilfsmittel zu erhalten. Zudem ist es für den ein oder anderen in der Feuerwehr, eine zusätzliche Motivation, als Drohnenpilot
ausgebildet zu werden, für junge Leute könnte dadurch ein Anreiz entstehen, bei der freiwilligen Feuerwehr mitzuwirken.

Mit freundlichen Grüßen
Daniela Glasmacher Heinrich Peter Weyen
UWG/Freie Wähler

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